Feb 132018
 
Vertrauen: jemand hält eine Hand in das offene Maul eines Krokodils

HansenHimself / Pixabay

Vertrauen als Gefühl

Heute hatte ich wieder das Vergnügen eines Hausbesuchs bei einem meiner Kunden. Er hatte einige Fragen zu seinem Mac. Das waren Fragen wie man ihn schneller machen könnte, warum sich beim Start so viele Programme von selbst öffnen und viele mehr. Dabei ist mir mal wieder bewusst geworden, wie viel Vertrauen Sie als meine Kunden zu mir haben. Das ist ein ganz wunderbares Gefühl, für welches ich mich heute bei Ihnen bedanken möchte! Ähnlich muss es dem mutigen Menschen in dem Bild gehen, der sich freut, das Vertrauen des Tieres zu genießen mit dem Unterschied, dass Sie mich kaum in die Hand beißen werden 😀.

Vertrauen ist gut, Nachfragen besser

Zur Prüfung des Druckers beispielsweise musste ich ein Dokument öffnen und habe gefragt, ob ich dieses PDF vom Schreibtisch öffnen darf. Manchmal ist es nötig, dass ich die Fotos App öffne um etwas zu zeigen oder einzustellen. Auch über den Musikgeschmack der Leute lassen sich Rückschlüsse ziehen (was mir fern liegt).

Doch warum frage ich überhaupt?
Muss ich nicht irgendwas öffnen, um meine Arbeit zu machen? Ja schon. Aber lassen Sie uns folgendes Gedankenexperiment machen.

Gedankenexperiment – der Profisucher

Stellen Sie sich vor Sie hätten etwas in Ihrem Wohn- oder Schlafzimmer verloren und fänden es nicht wieder. Sie engagieren einen professionellen Sucher, der die Aufgabe hat den verlorenen Gegenstand zu finden. Dieser Sucher beginnt zunächst auf den Tischen und Stühlen zu suchen, dem offensichtlichen. Dann sucht er unter dem Sofa. Zum Schluss beginnt er in den Schubladen zu wühlen. Was würde er bei Ihnen im Schlaf- oder Wohnzimmer wohl finden?

Genau so ist es auch auf Ihrem Rechner. Ihr Mac, iPhone oder Smartphone im Allgemeinen ist immer ein sehr persönlicher bis intimer Ort. Man sagt Menschen nach, dass sie ihrem Smartphone Dinge anvertrauen, die sie keinem Menschen erzählen. In sofern kann sich hinter jeder Datei, jedem Foto, jeder E-Mail und jeder Musik etwas verbergen, welches vielleicht peinlich oder geheim sein könnte. Ich mag es nicht in den persönlichen Sachen anderer herumzuwühlen. Deswegen frage ich, ob ich dieses oder jenes Dokument öffnen darf.

Schon in meiner Ausbildung, als ich Fernsehgeräte und Videorekorder nach einer Reparatur ausgeliefert habe bat ich die Kunden, das Gerät einmal auszuprobieren. Nichts ahnend steckten sie irgendeine VHS Kassette in den Rekorder – und hatten einen Porno erwischt. Manchen war das peinlich, anderen machte es nichts mehr aus. In sofern habe ich da wenig Berührungsängste, aber meine Kunden vielleicht nicht.

Sofortbilder mit der Aufschrift "THANK YOU"

geralt / Pixabay

Klaus Löfflad

Ich bin Gründer und Geschäftsführer der train4media Unternehmergesellschaft und biete Know-How, um Alltagsaufgaben in Prozesse zu verwandeln. So werden sie schneller und mit Spaß erledigt.

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