Mrz 212018
 

Der Mac in Lemgo

Anlässlich des fünfjährigen Bestehens des Mac Treffen Lemgo (Einladung hier) habe ich die Lippische Landeszeitung gefragt, ob sie an einem kleinen Artikel interessiert wären. Herausgekommen ist eine dreiviertel Seite in der Zeitung, in der die Vorzüge von Windows und des Mac beleuchtet werden.

Der Artikel ist am 28.02.2018 in der LZ erschienen und kann online kostenpflichtig abgerufen werden.

Ich kann nicht einfach den Artikel hier wiedergeben. Jedoch kann ich ein paar Antworten formulieren auf die Fragen der Redakteurin.

Fragen und Antworten zum Mac

Systemstabilität

eingeschaltete iPhones aufgestapelt wie ein Kartenhaus

DasWortgewand / Pixabay

Das Betriebssystem macOS besteht aus mehreren Komponenten. Der Einfachheit sagen wir aus zweien: dem Unterbau (Kernel) und der grafischen Oberfläche darüber (GUI).

Der Kernel, also der Unterbau, besteht aus frei zugänglicher Open Source Software ähnlich dem bekannten Linuxsystem und heißt Darwin. Die grafische Oberfläche ist proprietär, also nicht offengelegt und hat den Namen Aqua. Beides zusammen bildet das Betriebssystem macOS.

An quelloffenen Programmen arbeiten mehrere hundert Menschen über den ganzen Globus verteilt über das Internet zusammen. Die Chance, das sich Programmfehler (sogenannte Bugs) einschleichen ist durch das 200 Augen Prinzip deutlich geringer als bei völlig geschlossener Software. Außerdem ermöglicht es quelloffenen Software Überprüfungen durchzuführen. Und das nicht nur von hochbezahlten Zertifizierungsstellen, die sich im Endpreis niederschlagen, sondern auch von sachkundigen Menschen rund um den Globus.

Auch Apple Mitarbeiter wirken am Kernel mit und lassen sinnvolle Änderungen von Menschen rund um den Globus in macOS einfließen. Sie als Mac User haben (stark vereinfacht ) immer dann direkt mit diesem Unterbau zu tun, wenn Sie die Terminal App auf dem Mac öffnen.

Systeme wie Linux oder macOS setzen seit Jahrzehnten auf sichere Systemarchitekturen, die sich bewährt haben.

Aber noch ein anderer Punkt trägt zur Systemstabilität bei. Apple veröffentlicht Programmierleitlinien nach dem Motto „schaut wie wir es machen und macht es dann nach“. Beispielsweise stehen auf den Buttons eines Speicherndialogs nicht OK und ABBRECHEN, sondern SPEICHERN und NICHT SPEICHERN. So erkennt der Nutzer am blau leuchtenden Button sofort was passiert, wenn er drückt, ohne den Text im Dialog lesen zu müssen. Diese Liebe zu vielen Kleinigkeiten helfen Fehler zu vermeiden, erhöhen die Stabilität und machen Mac Apps zu dem, was die Nutzer so lieben.

Kompatibilität

zwei Puzzelstücke

Alexas_Fotos / Pixabay

Die meisten Programme sind seit Jahren für verschiedene Betriebssysteme zu haben, auch für den Mac. Und falls nicht gibt es für lieb gewonnene Software immer eine Entsprechung. Ich kann derzeit sogar einen Trend sehen mit Spezialsoftware, die ausschließlich für den Mac zu haben ist. Der Grund ist eine rege Entwicklergemeinschaft, vergleichsweise geringe Hürden sowie die leichten Umsetzungsmöglichkeiten, Software für Mac und iPhone zu programmieren.

Der Mac ist insbesondere geeignet für Menschen in Büros, die Alltagsaufgaben erledigen wie Briefe schreiben, E-Mails bearbeiten, Office Dokumente erstellen oder im Web surfen. Apple Geräte haben eine eingebaute Anbindung an einen Windows Exchange Server sowie an eine Active Directory Domäne (beides von Microsoft). Somit ist es leicht den Mac in eine Windowsumgebung zu bringen, wie sie einige Firmen nutzen. Dringend benötigte Windows Spezialsoftware wie eine CNC Steuerung kann in einer virtuellen Maschine gleichzeitig zu den Mac Anwendungen verwendet werden.

Die hohe Kompatibilität unter den Geräten macht einfach Spaß und den Alltag leichter. Ich liebe die Möglichkeit eine Textpassage auf dem iPhone in die Zwischenablage zu kopieren, auf dem Mac einzusetzen und umgekehrt, ohne dass ich noch irgendwas drücken muss.

Design

Nahaufnahme eines MacBooks

6097778 / Pixabay

Nicht eckig, sondern rund.
Nicht Plastik, sondern Aluminium.
Nicht groß, sondern klein.
Liebe zum Detail, auch da wo es niemand sieht.

Diese Dinge hat Apple im Consumer Bereich vorgemacht. Mittlerweile haben auch andere Hersteller begriffen, dass die Form durchaus einen Mehrwert für einige Kunden bietet. Die Konstrukteure der allerersten Macintoshs in den 1980er Jahren haben auf der Innenseite das Kunststoffgehäuses unterschrieben. Also dort, wo es kaum jemand sehen kann. Und doch haben sie sich dort verewigt. Weil eben nicht nur das Äussere zählt, sondern auch das Innere. Die Schaltkreise, die Platinen. Ein aufgeräumtes Design.

Eben so ist auch das Betriebssystem und die gesamte Firma gestaltet. Hier wird viel Wert auf Details und Genauigkeit gelegt. Der Macintosh war bis vor kurzem der einzige Rechner „von der Stange“, der komplett farbkalibriert ist. Das ist wichtig, wenn man am Bildschirm mit Farben arbeitet und dann ausdruckt. Ein anderes Beispiel sind Schriften und die richtige Art der Textsetzung in den ersten Textverarbeitungsprogrammen. Laien ist das vielleicht egal. Menschen die damit arbeiten und Geld verdienen jedoch nicht.

Preis

MacBook mit Geldscheinen

xujian / Pixabay

Alles hat seinen Preis. Manche Menschen vergleichen ein klappriges 300 € Notebook mit einem 1.500 € MacBook und lassen völlig außer Acht, dass das 300 € Notebook schon mit Nichtstun überfordert ist und die Lüfter hochdreht. Grundsätzlich verkauft Apple keine Billigware. In allen Geräten ist jeweils neueste Technik verbaut. Die Geräte einer Produktlinie erfahren im Lauf der Zeit ein Upgrade, über das gar nicht besonders gesprochen wird. Entweder eine etwas schnellere CPU, eine andere Grafikkarte usw. Darum gibt es auch keine Ladenhüter, die nach einem Jahr nicht mehr dem aktuellen Stand der Technik entspricht. Seit Jahrzehnten wird immer wieder vorgerechnet, dass ein vergleichbarer PC oder Notebook mit dieser Ausstattung mindestens das gleiche kostet als ein Mac. Bei Apple wird man keinen Billigkram bekommen. Dazu kommt, dass der Wiederverkaufswert deutlich höher ist als bei anderen Computern. Man kann nach drei Jahren ungefähr mit dem halben Neupreis rechnen bei einem Privatverkauf eines Macs. Somit kostet der der Mac betriebswirtschaftlich gerechnet nur die Hälfte. Ich möchte das Beispiel mit einer Kiste Sprudelwasser vergleichen: zu Beginn hat man eine höhere Anfangsinvestition (das Pfand) und tauscht danach immer nur die Füllung aus.

Sonstiges

Nicht nur Menschen im Unternehmensumfeld (insbesondere im Vertrieb), sondern auch Privatanwender nutzen gerne Apple Geräte wie auch das iPad um produktiv einerseits und kreativ andererseits zu sein. Spiele kosten ein Bruchteil dessen wie die Pendants für Konsolen.

Ein großes Thema ist der Schutz aller Daten auf Apple Geräten. Während Mitbewerber Hintertüren für Wirtschaftsspionage einbauen bietet Apple ihnen und auch den eigenen Aktionären die Stirn. Apple unternimmt alles Menschen mögliche um die Integrität und den Schutz einfach und doch so sicher wie möglich zu machen.

Apple versucht, Menschen mit Beeinträchtigungen beim Hören oder Sehen zu unterstützen. Daher sind die Bedienungshilfen seit langer Zeit fester Bestandteil in deren Geräten. Hunderttausende Blinde in Deutschland nutzen den kostenlosen Screenreader VoiceOver, der seit 2007 auf dem Mac und ab Erscheinen des iPhone 3G und des iPad kostenlos mit an Bord sind. Niemand muss mehr warten, wenn ein neues eBook erscheint und keiner braucht auf die Reaktion der Screenreader Hersteller zu warten, bis man das Betriebssystem updaten kann. In Schulungssituationen bin ich immer wieder erstaunt, wie schnell Blinde ihre Geräte bedienen können. Mittlerweile geht es so weit, dass ein blinder Mensch ein iPhone komplett selbst neu installieren kann. Ich selbst nutze manche dieser Bedienungshilfen zu Schulungszwecken, zum Vorlesen längerer Texte oder die Lupenfunktion.

Klaus Löfflad

Ich bin Gründer und Geschäftsführer der train4media Unternehmergesellschaft und biete Know-How, um Alltagsaufgaben in Prozesse zu verwandeln. So werden sie schneller und mit Spaß erledigt.

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