Feb 152016
 

Durch einen Beitrag von Peer-Michael Preß auf Xing lasen wir von der Möglichkeit, unsere Vision von Arbeit vorzustellen. Wir sind drei unabhängige Unternehmen:

Wir kennen uns seit einigen Jahren und haben auch berufliche Anknüpfungspunkte entwickelt. Durch diese Zusammenarbeit haben wir erkannt, dass wir gemeinsam mehr erreichen können als jeder einzelne alleine. So war es ein logischer Schritt, den ersten Coworking Space in Lemgo zu gründen. Mit dem Claim inspiriertes Lernen, clevere Workflows, smartes Design gehen wir Ende des Monats unter dem Namen Kreative Breite an die Öffentlichkeit. Aufgrund dieser Kollaboration haben wir uns bereits mit dem Thema Zukunft Arbeit beschäftigt und veröffentlichen unsere Ergebnisse hier.

Unsere Arbeitsweise ist stark digital ausgerichtet und beinhaltet ein möglichst papierarmes Büro. Das fördert sowohl eine schnellere Kommunikation als auch ortsunabhängiges Arbeiten. Aufwändiges Suchen in Papierbergen und Aktenschränken beschränkt sich auf wenige Sekunden, um an die gewünschten Informationen zu gelangen. Es erfordert ein Umdenken und eine andere Arbeitsweise, die ebenso wie alle anderen Tätigkeiten gelernt werden muss. Die Ortsunabhängigkeit ermöglicht wechselnde Arbeitsplätze, welches wiederum Freiräume schafft. Wir arbeiten wo wir uns gerade aufhalten statt räumlich an einen festen Ort gebunden zu sein. Durch die Digitalisierung fällt es uns leicht das mobile Büro zu leben: Laptop zuklappen, Standort wechseln, Laptop aufklappen, weiterarbeiten.

Es gibt viele Tätigkeiten die nicht nur uns sondern auch den Lesern missfallen. Vielleicht sind sie langweilig oder auf eine Art unangenehm. Dennoch müssen sie erledigt werden. Hier hilft es sie motivierend anzuwerben. Eine Möglichkeit besteht darin, heute etwas anderes zu erledigen, für das unsere Motivation höher ist und uns so für eine erledigte Aufgabe zu belohnen. Abgesehen davon sind auch die Aufgaben, die mehr Spaß als andere machen nicht unnütz. Auch sie werden erledigt, nur eben in einer anderen Reihenfolge die ein Stück weit vom persönlichen Befinden abhängt. Eine andere Möglichkeit ist die Eat-The-Frog-Methode. Von allen Aufgaben suchen wir uns diejenige aus, die am wenigsten Spaß macht. Diese ist dann der Frosch und muss zuerst erledigt werden. Wenn diese getan ist dürfen wir uns mit den anderen Aufgaben belohnen, die mehr Spaß machen. So werden Aufgaben spannend, die heute langweilig sind und wir werden nicht zum Sklaven einer ToDo Liste.

Gegenseitige Anerkennung ist sehr wichtig für uns. Auch die ehrliche Möglichkeit der Mitgestaltung ist essentiell. Im Coworking Space entscheiden wir gemeinsam für oder gegen bestimmte Maßnahmen. Umgang auf Augenhöhe ist ein wesentlicher Faktor für eine deutlich gesteigerte Produktivität. Diese Faktoren vermissen wir in so vielen Unternehmen in denen wir bereits angestellt waren.

Netzwerken bedeutet uns einfach alles. Es ist so wichtig in ständigem Austausch zu sein mit anderen Menschen.

Eines unserer Steckenpferde sind clevere Workflows. Darunter verstehen wir Arbeitsabläufe zu verbessern, beispielsweise durch Automatisierung unliebsamer Tätigkeiten soweit es eben geht. Das beinhaltet Datensicherungen jeder Art, Auslesen von irgendwelchen Daten aus dem Netz, dem Versenden von Post ohne Briefumschläge oder Briefmarken in die Hand nehmen zu müssen (unterstützt das mobile Büro) oder Telekommunikation unabhängig von kabelgebundenen Telefonen. Videofonie mit FaceTime hilft sich jeden Tag zu sehen ohne im Büro zu sein. Wobei es schon auch wichtig ist sich zu treffen, was auch regelmäßig geschieht. Doch der Druck im Büro sein zu müssen fällt weg. Einmal ausgearbeitete Workflows unterstützen den Alltag wesentlich. Dabei ist es uns aber auch wichtig, dass diese Abläufe änderbar sind. Denn Werkzeuge und Anforderungen ändern sich und auch Prozesse in Unternehmen müssen sich ändern können. Dies im Blick zu haben ist eine essentielle Bedingung für eine flexible Unternehmensführung.

Wenn die Freizeit zur Arbeit wird, bzw. das Hobby zum Beruf ist das eine Entwicklung, die wir voll und ganz nachvollziehen können. Eine starke Trennung von Arbeit und Freizeit empfinden wir als stressig, denn die Flexibilität geht dabei völlig verloren. Dieser Stress kann im schlimmsten Fall zu einem Burnout führen. Ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen Freizeit und Beruf mit flexiblen Arbeitszeiten, sind Lösungsansätze, welche immer mehr gefordert und individuell angepasst werden.

Unser Coworking Space heißt Kreative Breite. Das hängt zum einen mit der Hausanschrift in der Breiten Straße zusammen und zum anderen durch die Breite der Möglichkeiten, die wir unseren Kunden bieten. Hierfür ist uns eine zweckmäßige Ausstattung mit gemütlicher Arbeitsatmosphäre zum brainstormen sehr wichtig. Die zweckmäßige Ausstattung wie Beamer, Flipchart und Whiteboard befähigt uns spontan Ideen auszuarbeiten oder gemeinsame Projekte zu besprechen. Die gemütliche Kaffeeecke mit Couch erlaubt das entspannte Durchdenken der zusammengetragenen Ideen. Bei Kunden erleben wir immer wieder, dass flache Hierarchien eher geeignet sind solche Bürolandschaften zu ermöglichen.

Unsere Vision der besten Umgebung beinhaltet helle, lichtdurchflutete Räume für eine entspannte Atmosphäre. Runde Entspannungsmöglichkeiten und grüne Innenhöfe, welche in den Pausen zum Verweilen einladen und durch den neu getankten Sauerstoff für neue Energie sorgen, sind sehr wichtig für die Motivation und machen Arbeit zum Erlebnis. Auch farbenfrohe Räumlichkeiten steigern die Kreativität und sorgen dafür. dass man sich nicht nur in seinem Arbeitsraum wohler fühlt, sondern dadurch auch produktiver arbeitet. Nur wenn man sich in seiner vorgegebenen oder erstellten Umgebung auch ein wenig zuhause fühlt, ist man dazu bereit, mit vollem Einsatz seine Aufgaben zu erledigen und dabei auch Spaß zu haben.

Feste Arbeitszeiten sind nicht immer förderlich für den Biorhythmus mancher Menschen. Mobiles orts- und zeitunabhängiges Arbeiten erlaubt es vielen verschiedenen Typen von Arbeits-Menschen zusammenzuarbeiten, die in klassischen Systemen Außenseiter wären, trotz hoher Motivation und Kreativität. Denn die Lösung eines Problems ist das Ziel, nicht die Art wie es umgesetzt wird.

Reisebericht Zukunft

Klaus Löfflad und Dennis Drewes

Klaus Löfflad

Ich bin Gründer und Geschäftsführer der train4media Unternehmergesellschaft und biete Know-How, um Alltagsaufgaben in Prozesse zu verwandeln. So werden sie schneller und mit Spaß erledigt.

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