Apr 122016
 

brenkee / Pixabay

Unser Coworking Space Kreative Breite hat jetzt einen Businessanschluss.

Grund dafür ist, dass wir Dienste anbieten möchten. Beispielsweise Telekommunikation über Voice-Over-IP (VoIP). Leider können die deutschen sogenannten „Technologieführer“ die neuen, zehn Jahre alten IPv6 Adressen nicht verarbeiten, sondern reiten seit Jahren auf den alten IPv4 Adressen herum. Diese alten Adressen sind seit langem aufgebraucht. Dennoch halten die deutschen „Technologieführer“ an den alten Sachen fest. Noch funktioniert es mehr schlecht als recht, ohne Support, Eingabemasken und Personal anzupassen und zu aktualisieren.

Wir hatten vor kurzem noch einen schönen nativen IPv6 Internetanschluss. Das fluppte und die Bits hüpften freudig kurze Wege quer durch das Internet. Systembedingt ist es an diesem Anschlüssen so, dass man nur IPv6 Dienste betreiben kann. Das bedeutet, dass nur die Menschen, die an einem IPv6 fähigen Internetanschluss surfen unsere Dienste erreichen können. Das ist nicht so sehr schlimm, weil sehr viele Anschlüsse dies mittlerweile bieten. Aber die Telekommunikationsfirmen in Deutschland können mit IPv6 nichts anfangen. Die haben einfach keine Lust, das hart abgeschnorrte Geld für SMS und lahme Internetanschlüsse zu investieren.

Es blieb uns also nichts anderes übrig als einen IPv4 Anschluss zu bestellen, also einen Anschluss mit der Technik von gestern. Diese Anschlüsse werden als „Business-Anschlüsse“ verkauft und suggerieren etwas besonders hochwertiges. Entsprechend hochwertig ist dann auch der Preis, der das doppelte kostet als zuvor bei kaum höheren Übertragungsraten.

Man kann also sagen, der Business-Anschluss ist Technik von gestern für den doppelten Preis. Ich nenne das bestenfalls Augenwischerei.

Jetzt quälen sich die Bits durch ein elendes geNATte. Wenn sie da mal durch sind kommt gleich die nächste Riesenkiste beim Provider, da wird auch nochmal alles kräftig durchgeschüttelt und durch etliche Router mehr geschickt als bei IPv6. Ich komme mir vor, als ob jemand mein MacBook gegen eine Schreibmaschine tauscht.

Klaus Löfflad

Ich bin Gründer und Geschäftsführer der train4media Unternehmergesellschaft und biete Know-How, um Alltagsaufgaben in Prozesse zu verwandeln. So werden sie schneller und mit Spaß erledigt.

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